18.01.2016
aerokurier

Neues GeschäftsmodellBombardier setzt auf Direktvertrieb

Bombardier baut den Vertrieb um: Der Hersteller wird seine Flugzeuge künftig nicht mehr über Partner verkaufen sondern direkt an die Endkunden.

Bombardier Business Jets (Symbolbild)

Direkt zum Kunden: Bombardier streicht die Zwischenhändler. Foto und Copyright: Bombardier  

 

In Zukunft übernimmt Bombardier den Vertrieb seiner Flugzeuge selbst. Dafür hat der Hersteller Vertriebspartnerschaften mit Händlern, wie TAG Aeronautics für den Nahen Osten, beendet. Künftig ist Bombardier selbst für seine Verkaufsaktivitäten in den entsprechenden Regionen verantwortlich und tritt in direkten Kontakt mit den Betreibern vor Ort. Der Hersteller erhofft sich durch den Kundenkontakt und Direktverkäufe höhere Margen auf seine Flugzeuge und langfristig eine erhöhte Profitabilität. Das eigene Verkaufsteam sei nun stark genug, künftig den Marktanteil von Bombardier auszubauen, teilte der Flugzeugbauer mit. 

Im Rahmen dieser Umstrukturierung wurde auch der Auftragsbestand bereinigt. Hiermit einher ging die Streichung von 24 Bestellungen im Listenwert von 1.75 Milliarden US-Dollar sowie Kaufoptionen über 30 weitere Flugzeuge. Für die Restrukturierungen hat Bombardier im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2015 Rückstellungen im Wert von 278 Millionen US-Dollar gebildet. 



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