13.09.2010
aerokurier

Bombardier Marktstudie business JetsBlick in die Zukunft: Business Jets für 661 Milliarden Dollar Dollar

Die Hersteller von Business Jets haben ein dunkles Jahr hinter sich. 2009 mußte die Industrie mehr Stornierungen hinnehmen als neue Bestellungen hereinkamen. In einer Studie analysiert der Bombardier-Konzern die künftigen Verkaufschancen für Business Jets. Erstmals wagen die Analysten dabei den Blick zwei Jahrzehnte weit voraus. <br />

Bombardier ist optimistisch, was den Markt für Geschäftsreiseflugzeuge angeht. Zwischen 2000 und 2009 sind 6500 neue Business Jets ausgeliefert worden. In den nächsten zehn Jahren, glauben die Bombardier-Analysten, werden es mehr sein: 10500. Diese Neuflugzeuge werden der Industrie einen Umsatz von 254 Milliarden Dollar bescheren.
Und die folgenden zehn Jahre werden sogar noch besser: Zwischen 2020 und 2029 werden der Studie zufolge 15500 neue Challenger, Falcon, Citation & Co. hergestellt und an ihre neuen Besitzer übergeben werden. Und so kommt Bombardier für den Zeitraum 2010 bis 2029 auf 26000 neu produzierte und ausgelieferte Business Jets, deren Wert sich auf 661 Milliarden Dollar summiert.
Im Jahr 2029 wird die weltweite Business-Jet-Flotte demzufolge 29000 Flugzeuge umfassen, die Ausmusterungen sind hier natürlich einberechnet. Derzeit sind es etwa 14200.
Für diese Prognose berücksichtigt die Studie eine Reihe von Faktoren, darunter naürlich das angenommene Wirtschaftswachstum, die Auftragsbestände und die in der Entwicklung befindlichen Flugzeugprogramme.
Ein Indikator ist auch die tatsächliche Nutzung von Business Jets, also die Zahl der Flugbewegungen. Und an dieser Stelle lässt sich seit Anfang 2010 eine erfreuliche Entwicklung beobachten: Nach dem tiefen Einbruch bei den Starts und Landungen Anfang 2009 geht es seither wieder bergauf. In den USA gab es im ersten Quartal ein Plus von 17 Prozent, im Zuständigkeitsbereich von Eurocontrol ein Plus von vier Prozent.
Die Nutzung von Business Jets ist damit noch nicht wieder auf dem Niveau wie vor der Krise, aber die Aufwärtsentwicklung ist unverkennbar.
Im Hinblick auf den Auftragsbestand hat die jüngste weltweite Wirtschaftskrise voll auf die Bilanz des Jahres 2009 durchgeschlagen: Die Zahl der Stornierungen hat die Zahl der neu hereingekommenen Bestellungen übertroffen. Der Auftragsbestand schrumpfte bis Ende 2009 auf nur noch 1300 Business Jets zusammen. Ende 2008 standen noch fast 3000 Bestellungen in den Büchern.
Bombardier glaubt, dass sich das Szenario von 2009 nicht wiederholen wird. Trotz derzeit verhaltener Nachfrage würden die Auftragsbücher in diesem Jahr wieder wachsen. Innerhalb von drei Jahren werde die Industrie wieder das Niveau an Neubstellungen erreichen, wie es vor der Krise war.
Großes Vertrauen haben die Kanadier übrigens in den europäischen Markt. Nach Europa würden in den nächsten zehn Jahren 2500 neue Business Jets geliefert werden, der Alte Kontinent würde damit auf Platz zwei nach Nordamerika liegen. Zugleich prognostiziert die Studie für Europa bei den Auslieferungen eine höhere Wachstumsrate, als sie Nordamerika erreichen werde.
Die überdurchschnittliche europäische Wachstumsgeschwindigkeit allerdings werde deutlich hinter derjenigen zurückbleiben, die für Indien vorhergesagt wird, von China ganz zu schweigen.
Das stärkste Wachstum erwarten die Bombardier-Analysten im Segement der großen Business Jets, die zwischen 38 und 60 Millionen Dollar kosten. Bombardiers Global Express/Global 5000 fällt in diese Kategorie. Das hat mit der zunehmenden Internationalisierung des Marktes für Business Jets zu tun: Während Kunden in den USA typischerweise mit einem Light Jet beginnen, wählen internationale Kunden gerne von Anfang an einen großen Business Jet. Sie sind auch eher bereit, mehr Geld für Komfort und modernste Technologie auszugeben.

Bombardier liegt mit seinen Produkten aktuell voll im Trend seiner Prognosen: Im zweiten Quartal hat der kanadische Hersteller 26 Bestellungen und zwölf Stornierungen erhalten. Das ist immerhin ein bescheidener Nettozuwachs. Am gefragtesten ist die Global-Reihe, hier reicht der Auftragsbestand für 28 Monate. Bei der Challenger-Reihe reicht er für neun Monate. Nicht ganz so gefragt sind derzeit die Learjet-Modelle.   




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