06.08.2013
aerokurier

GAMA Zahlen erstes HalbjahrAuslieferungen: Business Jets schwächeln, Turboprops laufen gut

Die aktuellen Auslieferungszahlen der Herstellerorganisation GAMA (General Aviation Manufacturers Association)für das erste Halbjahr ergeben ein gemischtes Bild: Während es bei den Business Jets insgesamt einen Rückgang gab, sind Turboprops momentan sehr beliebt. <br />

400 Challenger 300 Bombardier

Bombardier übergab den 400. Challenger 300 in Montreal an seinen neuen Besitzer. Foto und Copyright: © Bombardier  

 

Die gute Nachricht zuerst: Im ersten Halbjahr 2013 sind weltweit mehr Neuflugzeuge ausgeliefert worden als im ersten Halbjahr 2012. Immerhin 1014 Neuflugzeuge haben einen Abnehmer gefunden. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 931, das ergibt einen Zuwachs um 8,9 Prozent.
Über einen weitaus höheren Zuwachs kann sich Industrie bei den Umsätzen freuen: Im ersten Halbjahr erzielten die Hersteller 10,4 Milliarden Dollar Umsatz, eine Steigerung von 26,4 Prozent (erstes Halbjahr 2012: 8,2 Milliarden). Zum ersten Mal seit 2008 haben damit die Umsätze eines Halbjahres die Zehn-Milliarden-Marke überschritten.

Die ein- und zweimotorigen Turboprops haben ihre positive Entwicklung fortgesetzt, beide Kategorien verzeichnen Zuwächse. Die zweimotorigen Turboprops erfreuen sich sogar an einem erheblichen Zuwachs von gut 70 Prozent. Selbst die Zahlen für Kolbenmotorflugzeuge hellen sich auf, hier gab es einen Zuwachs um gut 16 Prozent. 455 neue Kolbenmotorflugzeuge haben die Fertigungshallen verlassen und einen Käufer gefunden. Im Vorjahr waren es noch 392.

Ein anderes Bild bei den Business Jets: Die Auslieferungszahlen sind mit minus 4,1 Prozent leicht rückläufig. Die Hersteller haben 283 Neuflugzeuge ausgeliefert, im Vorjahr waren es 295.
Der Blick auf die Zahlen im Einzelnen zeigt, dass sich die Business-Jet-Hersteller unterschiedlich gut geschlagen haben. Insbesondere Cessna mit seinen vielen Leichtjets hat unter der schwachen Nachfrage zu leiden. Cessnas erfolgreichstes Jet-Muster im ersten Halbjahr 2013 war die Citation CJ4 mit 15 Auslieferungen, gefolgt von der XLS+ mit 14 Auslieferungen. Dagegen hat es die Mustang auf gerade einmal sieben Auslieferungen gebracht, die CJ2+ auf sechs und die CJ3 auf fünf.
Auch der Erzrivale Embraer hat mit seinen Leichtjets Phenom 100 und 300 nur leicht besser abgeschnitten. Embraer hat 16 Phenom 100 und 15 Phenom 300 an Kunden übergeben. 

Bei Bombardier laufen derzeit die großen und sehr großen Modelle Challenger 300 (30), Challenger 605 (16) und Global 5000/6000 (31) sehr gut. Der kanadische Konzern erfreut sich darüber hinaus eines Auftragbestandes innerhalb der Aerospace Division in Höhe von 33,4 Milliarden Dollar. Darunter ist die Bestellungen von Vista Jet, die 20 Challenger 350 im Wert von 518 Millionen Dollar erwerben wollen sowie eine Option auf 20 weitere haben. Ein ungenannter Käufer hat zwölf Global 8000 bestellt, die nach Liste einen Wert von 804 Millionen haben.
Ein ähnliches Bild bei Gulfstream: Auch hier verkaufen sich die sehr teuren Modelle wesentlich besser als die kleinen. Der Langstreckenspezialist hat 55 Exemplare aus der Modellreihe G450/550/650 verkauft. Gulfstream schlüsselt allerdings die Zahlen nicht weiter auf.
Bei Dassault ist nach wie vor die 7X der Bestseller. Die Franzosen haben 19 Exemplare ihres etwa 34 Millionen Euro teuren Flaggschiffs an ihre neuen Besitzer ausgehändigt.



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